Anfängerschwimmen

- zertifizierter Schwimmkurs -

Ziel des Schwimmkurses ist das Erreichen des Seepferdchens, d.h. das Springen ins Tiefwasser, das Hochholen eines Gegenstandes aus schultertiefem Wasser sowie 25m Schwimmen.

Wir beginnen mit einer kurzen Wassergewöhnungsphase im Flachwasser, bei dem die grundlegenden Fähigkeiten - Atmen, Tauchen, Springen, Gleiten, Fortbewegen bereits in spielerischer Form vermittelt werden.

Als erste Schwimmart vermittelt der Harzer Schwimmverein dabei das Rückenschwimmen - hier gibt es schnell Erfolge, die Kinder haben keine Probleme mit der Atmung und die Bewegung der Beine ähnelt auch der normalen Laufbewegung an Land. Parallel wird die Kraulbeinbewegung vermittelt. Das Brustschwimmen wird in Grundzügen ebenfalls vermittelt. Ziel ist am Ende des Schuljahres das Seepferdchen zu erreichen.

Prüfungsbedingung Seepferdchen:

  • Sprung vom Beckenrand
  • 25 Meter schwimmen ohne Pause
  • Heraufholen eines Tauchringes aus schultertiefem Wasser

Der Kurs läuft über das gesamte Schuljahr und kostet EUR 75,00.

Anmeldungen bitte an die Geschäftsstelle des Vereins unter ed.nierevmmiwhcs-rezrah@suahsnierev

Mindestalter: 6 Jahre

 

Unser Konzept wurde zertifiziert

Am 29. Juni 2013 erhielten wir von der deutschen Schwimmjugend als erster Verein Deutschlands und zweiter Anbieter überhaupt das Zertifikat "Zertifizierte DSV-Jugend Schwimmschule" aus den Händen des DSV Jugend Vorsitzenden Kai Morgenroth. Mehr dazu unter dem Punkt Leistungszertifikate.

Im folgenden stellen wir das Konzept kurz vor:

Grundlegende Informationen (Alter der Teilnehmer, Betreuungsschlüssel, Dauer etc.)

Der Schwimmkurs wird ab dem 6. Lebensjahr angeboten, in Ausnahmefällen können auch Kinder ab dem 5. Lebensjahr teilnehmen. Der Kurs findet zweimal wöchentlich statt mit einer Übungseinheit von ca. 45 min und einer Spielzeit von ca. 10 bis 15min. Dabei wird eine Gruppe von maximal zehn Kindern von zwei Trainern betreut.

Insgesamt werden maximal 20 Kinder in den Schwimmkurs aufgenommen, betreut von vier Personen, die während des Kurses in zwei Gruppen à 10 Kindern trainieren. Dies bietet die Möglichkeit die Gruppen je nach Trainingsfortschritt unterschiedlich zu besetzen. Kinder, die somit noch Ängste haben oder längere Zeit brauchen können gemeinsam schwimmen ohne Druck seitens anderer Teilnehmer zu haben. Gleichzeitig werden Kinder, die bereits im Lernprozess weiter fortgeschritten sind stärker gefördert.

Ziele des Schwimmkurses (was soll erreicht werden, was wird vermittelt)

Ziel des Schwimmkurses ist das Erlernen der so genannten Grundfähigkeiten – Atmen, Tauchen, Gleiten, Springen und natürlich Fortbewegen. Der Schwimmkurs soll mit dem Seepferdchen enden.

Im Gegensatz zu den üblichen Schwimmkursen wird in diesem Schwimmkurs zuerst die Wechselschlagbewegung vermittelt, d.h. die schwimmerische Grundausbildung beginnt mit der Rückenbein- und Kraulbeinbewegung.

Dieser Ansatz bietet verschiedene Vorteile:

  1. die Bewegung entspricht am ehesten dem natürlichen Bewegungsablauf der Kinder, während die Brustbeinbewegung eine "unnatürliche" Bewegung ist
  2. diese Beinbewegung ist daher koordinativ schneller umsetzbar und somit auch für jüngere Kinder schnell erlernbar, da diese im Einklang mit den im entsprechenden Alter anzunehmenden koordinativen Fähigkeiten steht
  3. insbesondere bei der Rückenbeinbewegung stellt die Atmung kein Problem da
  4. es sind schnelle Ersterfolge zu verzeichnen, d.h. die Kinder können oft schon nach wenigen Einheiten die ersten Meter frei schwimmen – dies fördert das Selbstbewusstsein
  5. wird die Rückenlage beherrscht, so ist es im "Notfall", d.h. wenn das Kind merkt es kann sich bspw. in der Brustlage nicht mehr über Wasser halten eine Drehung in die ruhige Rückenlage mit freier Atmung möglich

Parallel zur Rückenbeinbewegung erfolgt die Vermittlung der Kraulbeinbewegung, d.h. der Wechselschlagbewegung in Brustlage. Nach Festigung des Wechselbeinschlags erfolgt der Übergang zur Brustbeinbewegung im Rahmen des Anschlusskurses.

Hilfsmittel

Generell wird bei uns nicht mit Hilfsmitteln wie Schwimmreifen oder Armflügeln gearbeitet. Als Auftriebsmittel nutzen wir ausschließlich Hilfsmittel, bei denen die Kinder einen Großteil des Auftriebs selber leisten müssen. Zu Beginn werden daher Sprossen genutzt, dann große Bretter, kleinere Bretter und zum Schluss so genannte Pullboys, die keinen wesentlichen Auftrieb mehr bieten.

Zeitlicher Ablauf

Generell erfolgt vor Beginn einer jeden Einheit eine ca. fünf- bis zehnminütige "Erwärmung" an Land. Hier nutzen wir leichte gymnastische Übungen, die u.a. auch spätere, für den Prozess des Schwimmenlernens wichtige Elemente beinhalten (bspw. Überstrecken der Füße/Anziehen der Füße, Armkreisen). Da auch wir zunehmend beobachten, dass viele Kinder in ihren koordinativen und sportlichen Fähigkeiten hinter ihrem kalendarischen Alter zurückfallen und eine gewisse Beweglichkeit im Schwimmen wichtig ist, stellt diese Erwärmung bei uns einen elementaren Bestandteil einer jeden Übungseinheit dar

In den ersten vier Übungseinheiten erfolgt eine schrittweise Wassergewöhnung im Flachwasser. Die Trainer sind dabei mit im Wasser. Der Schwerpunkt hier liegt auf ersten spielerischen Übungen zu den Grundfertigkeiten Springen, Tauchen und Atmen wie beispielsweise Tischtennisbälle über das Wasser pusten, mit einem Partner abtauchen und zählen wie viele Finger der Partner zeigt, Springen ins Flachwasser usw. Gleichzeitig wird an Land damit begonnen die Beinbewegung zu zeigen.

Auch diese ersten Einheiten der primären Wassergewöhnung im Flachwasser enthalten je Einheit einen Anteil von ca. 20 bis 30 min im Tiefwasser. Mit einfachen Übungen wie dem Langhangeln am Beckenrand oder dem Festhalten am Beckenrand mit eintauchen des Gesichts ins Wasser werden hier erste Schritte im Tiefwasser gewagt. Die Zeit im Flachwasser wird dabei schrittweise reduziert und die Zeit im Tiefwasser dementsprechend erhöht. Generell beinhaltet jedoch jede Einheit ca. 45min Übungszeit im Flachwasser/Tiefwasser und ca. 15 min freie Spielzeit im Flachwasser.

Die Vermittlung der Beinbewegung erfolgt im Tiefwasser durch Erläutern und Zeigen an Land, gefolgt vom Zeigen im Wasser (durch die Trainer oder ältere Schwimmer). In der Regel ist keiner der je Gruppe angedachten Betreuer mit im Tiefwasser, in bestimmten Fällen (bspw. ängstliche Kinder) geht ein Schwimmlehrer mit ins Wasser und einer sichert die Kinder vom Beckenrand.

Übungen in den ersten Wochen beinhalten u.a. auch Übungen zum Springen (mit Hilfe eines Stocks) und Gleiten, aber auch Übungen zum Atmen (ausatmen ins Wasser, "Toter Mann", Übungen um die Hüfte an der Wasseroberfläche zu halten etc.). Eine Steigerung erfolgt schrittweise und aufgrund der vermittelten Rückenbeinbewegung sind schnell erste Erfolge sichtbar.

Schwimmtipps von Franziska van Almsick

Franzis Tipps zum Download